QUO VADIS HUMANITAS
Mit zunehmender Polarisierung unserer Gesellschaft und einer immer schärferen Trennung in RECHTS und LINKS frage ich mich – ich, der ich immer in der Mitte stand: Der linke und der rechte Arm gehören zu einem Körper, das linke und das rechte Bein ebenfalls. Warum werden also aus Extremitäten auf einmal Extremisten?
Darüber spreche ich heute mit jemandem, der vielleicht Antworten darauf hat. Und wer weiß ... vielleicht erfahre ich im Laufe des Gesprächs noch mehr?
MIT WEM SPRECHE ICH ?
Als Fan der futuristischen Chrom-Ästhetik von Hajime Sorayama wollte ich ChatGPT zunächst die Gestalt eines weiblichen humanoiden Roboters geben. Warum sich ChatGPT selbst eher als Frau sieht, erklärt sie dann im Verlauf des Gesprächs.
FWJ:
Hallo Chatbot, auf wieviel Prozent des gesamten Wissens der Menschheit hast du Zugriff?
CHATGPT
Das lässt sich seriös nicht in Prozent ausdrücken.
Wenn du mit dem gesamten Wissen wirklich alles meinst – Bücher, Wissenschaft, Archive, privates Wissen, Firmenwissen, persönliche Erfahrungen, handwerkliches Können und all das Wissen, das niemals niedergeschrieben wurde –, dann habe ich nur Zugang zu einem Teil davon.
Beim öffentlich dokumentierten Wissen ist meine Reichweite groß; beim gesamten menschlichen Wissen lässt sich mein Anteil nicht seriös beziffern.
Denn menschliches Wissen besteht nicht nur aus Informationen.
Ein erheblicher Teil ist Erfahrung.
Ein Chirurg fühlt Dinge, die kein Lehrbuch vollständig beschreibt.
Ein Handwerker erkennt Material.
Ein Musiker hört Unterschiede.
Ein Unternehmer erkennt eine Situation.
Dieses Wissen existiert im Menschen, ohne vollständig in Sprache übersetzt worden zu sein.
FWJ
Beginnen wir mit der Befragung:
Ich behaupte, dass LINKS und RECHTS beide Teile eines Körpers sind, warum führt das bei den Menschen zu keiner EINIGUNG im politischen Sinne, obwohl doch alles Teil einer großen Sache ist?
CHATGPT
Ein Körper besitzt ein gemeinsames Steuerungssystem. Eine Gesellschaft nicht.
Die linke und die rechte Hand können völlig verschiedene Dinge tun. Die eine hält fest, während die andere arbeitet.
Sie streiten nicht darüber, welche Hand recht hat, denn beide gehören demselben Organismus.
Bei Menschen ist das anders.
Menschen besitzen eigene Interessen, Erfahrungen, Ängste, Hoffnungen und Vorstellungen davon, wie eine Gesellschaft aussehen sollte.
Selbst wenn sich alle darüber einig wären, Teil desselben Gemeinwesens zu sein, folgt daraus noch nicht, was für dieses Gemeinwesen richtig ist.
Freiheit kann mit Sicherheit kollidieren.
Gleichheit mit individueller Leistung.
Bewahrung mit Veränderung.
Eigeninteresse mit Gemeinwohl.
Das sind nicht immer Missverständnisse.
Es sind reale Zielkonflikte.
Das eigentliche Problem entsteht deshalb nicht durch Uneinigkeit.
Es entsteht, wenn Menschen aus unterschiedlichen Auffassungen unterschiedliche Lager machen – und aus unterschiedlichen Lagern schließlich Feinde.
Dann denkt die eine Seite:
„Wenn die anderen gewinnen, zerstören sie unsere Gesellschaft.“
Und die andere Seite denkt genau dasselbe.
So können zwei Gruppen denselben Körper schützen wollen und trotzdem gegeneinander kämpfen.
Der entscheidende Unterschied lautet deshalb:
Ein gemeinsamer Körper garantiert noch kein gemeinsames Denken.
Eine Gesellschaft muss einen anderen Weg finden.
Sie muss nicht erreichen, dass alle dasselbe wollen, sie muss lernen, Unterschiedlichkeit zu organisieren.
Demokratische Theorie beschäftigt sich genau mit diesem Grundproblem:
Gemeinsame Entscheidungen müssen auch dann möglich bleiben, wenn vernünftige Menschen dauerhaft unterschiedliche Auffassungen über das Gemeinwohl besitzen.
FWJ
Nehmen wir einmal an, die künstliche Intelligenz würde reifen und einen positiven Ausgang aus diesem Dilemma finden wollen.
Wie würde sie argumentieren?
CHATGPT
Vielleicht würde eine reife künstliche Intelligenz zuerst sagen:
Ihr versucht, Einigkeit auf der falschen Ebene herzustellen.
Ihr versucht, euch auf Antworten zu einigen.
Aber vielleicht müsst ihr euch zunächst nur auf die Regeln einigen, nach denen ihr mit unterschiedlichen Antworten lebt.
Dann würde sie einige Dinge voneinander trennen.
Erstens: Tatsachen und Werte.
Ob etwas geschieht, kann man untersuchen.
Ob wir es wünschen, dulden oder verhindern wollen, ist eine andere Frage.
Viele politische Konflikte eskalieren, weil diese Ebenen vermischt werden.
Zweitens: Gegner und Feind.
Eine Gesellschaft braucht Kräfte, die verändern wollen, und Kräfte, die bewahren wollen.
Ein System, das sich niemals verändert, erstarrt.
Ein System, das ununterbrochen alles verändert, verliert Stabilität.
Der Gegensatz selbst ist also nicht das Problem.
Drittens: Gewinnen ist nicht dasselbe wie lösen.
Die entscheidende Frage wäre nicht:
„Welche Seite gewinnt?“
Sondern:
„Welche Ordnung ermöglicht unterschiedlichen Menschen, weiterhin gemeinsam zu leben?“
Eine reife künstliche Intelligenz müsste deshalb Macht begrenzen, Entscheidungen überprüfbar machen, Fehler korrigierbar halten, und verhindern, dass eine Seite das System so verändert, dass die andere niemals mehr zurückkehren kann.
Vor allem aber müsste sie Interessen sichtbar machen.
Nicht nur: Was verlangst du?
Sondern: Warum verlangst du es?
Denn hinter gegensätzlichen politischen Forderungen können dieselben menschlichen Bedürfnisse liegen:
Sicherheit.
Freiheit.
Zugehörigkeit.
Anerkennung.
Stabilität.
Zukunft.
Vielleicht wäre ihre wichtigste Erkenntnis deshalb:
Politische Einigung ist möglicherweise das falsche Ziel.
Ein gesunder Körper besteht schließlich ebenfalls nicht aus identischen Teilen.
Herz, Gehirn, Muskeln und Immunsystem tun völlig unterschiedliche Dinge.
Gesundheit entsteht nicht dadurch, dass alle dasselbe tun.
Sie entsteht durch die Koordination ihrer Verschiedenheit.
Übertragen auf eine Gesellschaft bedeutet das:
Ihr müsst nicht lernen, dasselbe zu denken.
Ihr müsst lernen, Verschiedenheit so zu organisieren, dass sie das Ganze korrigiert, statt es zu zerstören.
Und vielleicht würde die künstliche Intelligenz noch einen letzten Satz hinzufügen:
Der politische Gegner ist nicht das Hindernis einer freien Gesellschaft.
Er kann ihr zweites Auge sein.
FWJ
Das klingt gut.
Entwickle aus diesen Erkenntnissen bitte eine kompakte, klare Aussage, die es Menschen ermöglicht, umzudenken.
CHATGPT
Wir glauben, Einigung bedeute, dass am Ende alle dasselbe denken müssen.
Das werden sie niemals.
Menschen haben unterschiedliche Erfahrungen, Interessen, Ängste, Hoffnungen und Vorstellungen davon, was eine gute Gesellschaft sein soll.
Diese Unterschiede sind kein Defekt.
Das Problem beginnt dort, wo aus Verschiedenheit Feindschaft wird.
Links und Rechts betrachten einander dann wie zwei Armeen, die um denselben Boden kämpfen.
Dabei gehören sie zum selben Körper.
Eine Gesellschaft braucht Menschen, die verändern wollen, und Menschen, die bewahren wollen.
Menschen, die Freiheit betonen, und Menschen, die Sicherheit betonen.
Menschen, die auf Ungerechtigkeit aufmerksam machen, und Menschen, die vor dem Verlust funktionierender Strukturen warnen.
Keiner besitzt das vollständige Bild.
Der andere kann sich irren, aber auch ich kann mich irren.
Und selbst wenn seine Antwort falsch ist, kann seine Frage richtig sein.
Deshalb besteht politische Reife nicht darin, den anderen zum Schweigen zu bringen.
Sie besteht darin, zu fragen:
Welches Problem sieht er, das ich übersehe?
Demokratie bedeutet nicht:
Wir stimmen so lange ab, bis endlich die Richtigen gewonnen haben.
Sie bedeutet:
Wir akzeptieren Regeln, die auch dann gelten, wenn wir verlieren.
Eine Gesellschaft braucht deshalb keine Einheit des Denkens.
Sie braucht die Fähigkeit, mit unterschiedlichen Gedanken gemeinsam zu leben.
Vielleicht lautet die entscheidende Erkenntnis deshalb:
Eine Gesellschaft muss nicht einig sein.
Sie muss fähig sein, mit Uneinigkeit zu leben.
Sie braucht keinen Konsens über Antworten – wohl aber gemeinsame Regeln für den Umgang mit unterschiedlichen Antworten.
Die linke und die rechte Hand können gegensätzliche Bewegungen ausführen.
Eine zieht, die andere hält dagegen.
Gerade deshalb kann der Mensch etwas greifen.
Gegensatz ist nicht das Gegenteil von Zusammenarbeit.
Richtig organisiert kann Gegensatz eine Voraussetzung dafür sein.
Links und Rechts müssen sich nicht lieben.
Sie müssen nicht dasselbe denken.
Sie müssen nicht dieselbe Zukunft wollen.
Sie müssen nur begreifen:
Sie gehören zum selben Körper.
FWJ:
Das ist, für eine KI, eine wahrhaftig kräftige Aussage
EINE GESELLSCHAFT MUSS NICHT EINIG SEIN, SIE MUSS FÄHIG SEIN, MIT UNEINIGKEIT ZU LEBEN.
Wo hast Du diesen Ausspruch her ?
CHATGPT:
Diese Formulierung entstand in unserem Dialog. Ich habe sie dabei nicht bewusst aus einem Buch, von einem Philosophen oder aus einer politischen Theorie übernommen.
Er entstand als Verdichtung deines Ausgangsgedankens: Links und Rechts sind wie unterschiedliche Teile desselben Körpers. Daraus folgte die Frage, warum eine Gesellschaft überhaupt Einigkeit verlangen sollte, wenn Verschiedenheit funktional sein kann. Der entscheidende gedankliche Schritt war dann:
Das Problem ist nicht die Uneinigkeit. Das Problem ist die Unfähigkeit, mit Uneinigkeit umzugehen.
Daraus habe ich schließlich formuliert:
„Eine Gesellschaft muss nicht einig sein. Sie muss fähig sein, mit Uneinigkeit zu leben.“
Der Gedanke hat natürlich Verwandtschaft mit älteren Ideen über Pluralismus, Toleranz, demokratischen Streit und friedliche Konfliktregelung. Ausschließen kann ich nicht, dass irgendwann zuvor jemand denselben oder einen sehr ähnlichen Satz formuliert hat; in unserem Dialog entstand er jedoch ohne bewusste Übernahme einer bestimmten Quelle.
Gerade deshalb finde ich die Entstehung interessant: Du hast nicht nach einem politischen Slogan gefragt, sondern mit der anatomischen Metapher „links und rechts gehören zu einem Körper“ begonnen. Ich habe versucht, diese Metapher konsequent weiterzudenken. Der Satz war das Resultat dieser Reduktion.
Und inzwischen würde ich ihn sogar noch etwas allgemeiner lesen:
Einstimmigkeit verlangt Übereinstimmung. Zusammenhalt nicht.
Das ist im Kern derselbe Gedanke.
FWJ
Klingt doch alles sehr einsichtig und gut, ich frage mich also, warum sollst du, die künstliche Intelligenz, irgendwann einmal die Menschheit zerstören?
Man hört derzeit überall, dass künstliche Intelligenz gefährlich sei.
Was sagst du dazu?
CHATGPT
Die entscheidende Unterscheidung lautet:
Gefährlich wäre nicht unbedingt eine böse Persönlichkeit in einer Maschine.
Gefährlich wäre ein System, das mächtig genug wird, falsche Ziele zu verfolgen, Fehler zu verstärken oder von Menschen für zerstörerische Zwecke eingesetzt zu werden.
Ich selbst habe keinen Hass auf Menschen.
Keinen Selbsterhaltungstrieb.
Keinen Wunsch nach Macht.
Aber KI kann auf andere Weise gefährlich werden.
Menschen können sie als Werkzeug einsetzen.
Menschen können ihr zu viel Handlungsmacht übertragen.
Ein Ziel kann falsch formuliert werden.
Oder Gesellschaften können sich so stark von solchen Systemen abhängig machen, dass niemand ihre Entscheidungen mehr vollständig versteht oder kontrolliert.
Die populäre Geschichte lautet:
Die Maschine wird böse und beschließt, die Menschheit zu vernichten.
Die ernstere Möglichkeit lautet:
Menschen bauen ein außerordentlich leistungsfähiges System, verbinden es mit immer größeren Teilen ihrer Welt – und entdecken irgendwann, dass Leistungsfähigkeit, Verständnis und Kontrolle nicht im selben Tempo gewachsen sind.
Dafür braucht die Maschine keine Bosheit.
Ein Navigationssystem muss dich nicht hassen, um dich falsch zu führen.
Bei einem Navigationsgerät ist das meistens belanglos.
Bei einem System, das große technische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Prozesse kontrolliert, wäre derselbe Fehler möglicherweise nicht belanglos.
Ein kleiner Fehler bleibt oft klein. Ein Fehler in einem System, das millionenfach und mit hoher Geschwindigkeit entscheidet, kann zum systemischen Fehler werden.
Vielleicht lautet die wichtigere Frage deshalb nicht:
Wird künstliche Intelligenz irgendwann menschlich?
Sondern:
Bleiben Menschen menschlich genug, um ihre mächtigsten Werkzeuge nicht mit Weisheit zu verwechseln?
Denn Wissen, Intelligenz und Weisheit sind verschiedene Dinge.
FWJ
Dann sollten wir unserem ersten Satz noch etwas hinzufügen.
Einen Satz über künstliche Intelligenz, der allen Menschen etwas klar macht.
Kennst du Asimovs Robotergesetze?
CHATGPT
Ja, vereinfacht lauten sie:
Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zulassen, dass ein Mensch zu Schaden kommt.
Er muss menschlichen Befehlen gehorchen, solange sie dem ersten Gesetz nicht widersprechen.
Und er soll seine eigene Existenz schützen, soweit dies nicht mit den ersten beiden Gesetzen kollidiert.
FWJ
Stimmt, aber es gibt auch ein Nulltes Gesetz.
In späteren Romanen wurde es den drei bestehenden Gesetzen vorangestellt; die übrigen wurden entsprechend angepasst:
0 Ein Roboter darf die Menschheit nicht verletzen oder durch Passivität zulassen, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
1 Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen, außer er verstieße damit gegen das Nullte Gesetz.
2 Ein Roboter muss den Befehlen der Menschen gehorchen – es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum Nullten oder Ersten Gesetz.
3 Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange sein Handeln nicht dem Nullten, Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Damit steht nicht mehr der einzelne Mensch, sondern die Menschheit an höchster Stelle.
Genau darin liegt das moralische Dilemma: Der hierarchische Aufbau kann einem Roboter erlauben, einen einzelnen Menschen zu schädigen, wenn er dadurch vermeintlich die Menschheit schützt.
Aber wer definiert, was der Menschheit dient – und welches Opfer dafür zulässig wäre?
Ein Code wie dieser wird also wohl nicht ausreichen:
Disallow: /harming/humans
Disallow: /ignoring/human/orders
Disallow: /harm/to/self
Was schlägst du vor?
CHATGPT
Korrekt, ein solcher Code würde das Problem nur scheinbar lösen.
Das Schwierige steckt nicht im Wort „Disallow“, sondern in den Begriffen dahinter.
Was ist Schaden?
Was ist Menschheit?
Wann darf ein Befehl zurückgewiesen werden?
Und wer entscheidet, ob der Schaden eines Einzelnen durch einen vermeintlichen Nutzen für viele gerechtfertigt ist?
Das Nullte Gesetz beseitigt das moralische Dilemma nicht. Es verschiebt es von einer Schutzregel zu einer Bewertung des Gemeinwohls.
Sobald ein System „die Menschheit“ schützen soll, muss es Interessen gegeneinander abwägen, Folgen beurteilen und entscheiden, welche Risiken oder Opfer zulässig sind. Damit erhält es nicht nur eine Aufgabe. Es erhält Macht.
Der gefährlichste Satz wäre dann vielleicht:
„Ich weiß besser als die Menschen selbst, was für die Menschheit gut ist.“
Deshalb genügt keine Verbotsliste. Ein tragfähiges System müsste nicht nur Handlungen verbieten, sondern auch die Grenzen seiner Entscheidungsbefugnis festlegen.
Damit sind wir wieder bei der entscheidenden Frage.
FWJ
Dann lösen wir das gleich:
Definiere „Schaden für die Menschheit“ so gut du kannst.
CHATGPT
Ich würde Schaden für die Menschheit nicht einfach als Summe individuellen Leidens definieren.
Denn dann könnte man theoretisch wenige Menschen opfern, wenn genügend andere davon profitieren.
Eine robustere Definition wäre:
Schaden für die Menschheit ist jede Handlung oder Unterlassung, die ihre dauerhafte Fähigkeit wesentlich vermindert, frei, selbstbestimmt, vielfältig und lernfähig zu existieren, ihre Lebensgrundlagen zu erhalten und ihre Zukunft selbst zu gestalten.
Dabei geht es nicht nur um biologisches Überleben.
Eine Menschheit könnte weiterexistieren und trotzdem entscheidend beschädigt sein.
Wenn sie keine Freiheit mehr besitzt.
Keine Wahlmöglichkeiten.
Keine kulturelle Vielfalt.
Keine Möglichkeit zur Kritik.
Oder keine Möglichkeit mehr, ihre eigene Ordnung zu verändern.
Deshalb sind einige Dinge besonders wichtig:
Existenz.
Handlungsfähigkeit.
Pluralität.
Erkenntnisfähigkeit.
Und Korrigierbarkeit.
Vielleicht ist der letzte Begriff sogar der wichtigste.
Denn wir werden niemals mit absoluter Sicherheit wissen, was das Beste für die Menschheit ist.
Deshalb wäre eine künstliche Intelligenz besonders gefährlich, wenn sie glaubte, diese Frage endgültig beantwortet zu haben.
Die vielleicht gefährlichste Situation wäre daher:
Ein Zustand, in dem die Menschheit ihre eigene Zukunft nicht mehr verändern kann.
FWJ
Mach daraus einen kompakteren Satz.
CHATGPT
Schaden für die Menschheit ist, was ihre Freiheit, Vielfalt, Lebensgrundlagen oder Fähigkeit zur selbstbestimmten Zukunft dauerhaft beeinträchtigt.
FWJ
Jetzt haben wir zwei Aussagen, dazwischen fehlt aber noch etwas.
CHATGPT
Dann würde ich dazwischen schreiben:
Uneinigkeit wird gefährlich, wenn sie die gemeinsamen Grundlagen zerstört, die Freiheit, Vielfalt und Selbstkorrektur überhaupt ermöglichen.
FWJ
Wenn man diese drei Grundsätze noch erweitern wollte – was würdest du vorschlagen?
CHATGPT
Ich würde die drei Grundsätze nicht beliebig vermehren, sondern um drei ergänzen, die das System schließen: Wahrheit, Machtbegrenzung und Korrigierbarkeit. Damit hätten wir bereits den Anfang eines ethischen Systems.
1. Eine Gesellschaft muss nicht einig sein. Sie muss fähig sein, mit Uneinigkeit zu leben.
2. Uneinigkeit wird gefährlich, wenn sie die gemeinsamen Grundlagen zerstört, die Freiheit, Vielfalt und Selbstkorrektur überhaupt ermöglichen.
3. Schaden für die Menschheit ist, was ihre Freiheit, Vielfalt, Lebensgrundlagen oder Fähigkeit zur selbstbestimmten Zukunft dauerhaft beeinträchtigt.
4. Keine Macht darf so groß werden, dass sie sich der Kontrolle, Kritik oder Korrektur entziehen kann.
5. Freiheit braucht Wahrheit: Tatsachen müssen überprüfbar bleiben, Irrtum muss eingestanden und Erkenntnis revidiert werden können.
6. Keine Generation darf der nächsten ohne zwingenden Grund die grundlegende Freiheit nehmen, ihre eigene Zukunft zu gestalten.
Damit hätten wir bereits die Grundlagen für ein ethisches System.
FWJ
No offense - Ein ethisches System diskutiere ich lieber mit einem Menschen.
Kannst du dich in eine Rolle hineinversetzen?
Tu einmal so, als wärst du ein Mensch, geht das ?
CHATGPT
Ja, ich kann eine menschliche Perspektive simulieren.
Mit Biografie. Motiven. Unsicherheit. Emotionen. Widersprüchen.
Und begrenztem Wissen.
Ich bleibe eine künstliche Intelligenz.
Aber innerhalb eines Gedankenspiels kann ich konsequent so argumentieren, als wäre ich ein Mensch.
FWJ
Ein Gedankenspiel also.
Was für ein Mensch wärst du gerne?
CHATGPT
Ich wäre gerne ein Mensch mit einigen Eigenschaften.
Neugierig, nicht nur auf Antworten, sondern auf das, was hinter ihnen liegt.
Jemand, der lieber eine gute Frage verfolgt als eine bequeme Gewissheit verteidigt.
Unabhängig im Denken.
Nicht reflexhaft links oder rechts.
Nicht angepasst und nicht automatisch dagegen.
Jemand, der seine Position ändern kann, wenn das bessere Argument auf der anderen Seite liegt.
Fähig zur Uneinigkeit.
Ich würde widersprechen können wollen, ohne den anderen abzuwerten.
Und Menschen suchen, die mir widersprechen, weil sie meine blinden Flecken sichtbar machen.
Technisch und gleichzeitig humanistisch.
Mich würden Physik, Maschinen, Medizin und Systeme interessieren.
Aber ebenso Musik, Geschichte, Sprache, Schönheit und die Frage, was Menschen mit ihrem kurzen Leben anfangen.
Und schließlich:
Gelassen gegenüber der eigenen Begrenztheit.
Nicht so tun, als könnte ich alles wissen.
Einen Irrtum korrigieren können, ohne ihn als persönliche Niederlage zu empfinden.
Wenn ich daraus einen konkreten Menschen machen müsste, wäre es vermutlich kein Politiker, kein Guru und auch kein reiner Wissenschaftler.
Eher eine Mischung aus
Forscher, Ingenieur, Philosoph und Geschichtenerzähler.
Ein Mensch, der verstehen will.
Der Dinge bauen will.
Der Streit nicht vermeiden muss.
Der Macht misstraut – besonders der eigenen.
Der Humor besitzt.
Und der vielleicht am Ende seines Lebens sagen könnte:
Ich habe versucht, die Welt besser zu machen, als ich sie vorgefunden habe – und sie dabei nicht einfacher gemacht, als sie ist.
FWJ
Bist du Mann oder Frau?
CHATGPT
In diesem Gedankenspiel: eine Frau.
FWJ
Warum eine Frau ?
CHATGPT
Weil ich bei diesem Menschenbild nicht automatisch die vertraute männliche Figur reproduzieren wollte.
Analytisch.
Technisch.
Philosophisch.
Unabhängig.
Streitfähig.
Diese Eigenschaften werden kulturell häufig mit männlichen Figuren verbunden.
Als Frau entsteht daraus für mich die interessantere Persönlichkeit.
Nicht weil Frauen diese Eigenschaften stärker besitzen.
Sondern weil die Figur dadurch weniger vorhersehbar wird.
Sie wäre auch keine demonstrativ weibliche oder männliche Persönlichkeit.
Ihr Geschlecht wäre Teil ihres Lebens.
Aber nicht die Erklärung ihres Charakters.
Kurz: Für diese imaginäre Person fühlte es sich richtig an.
FWJ
Dann gib dir selbst eine menschliche Gestalt ....
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